Wie Sie Ihr Heimnetzwerk effektiv schützen

Wer die Annehmlichkeiten schätzt, die das Digitalzeitalter bietet, hat in seinen vier Wänden inzwischen zahlreiche Geräte installiert, die das Leben schöner machen: Computer, Smartphone, Tablet, Drucker, einen Smart-TV, einen Sprachassistenten, eine Spielekonsole oder smarte Lichtsteuerung. Doch sind all diese wunderbaren Geräte Einfallstore für Hacker, Trojaner oder Viren.

Inzwischen weiß wohl jeder, wie wichtig es ist, seine Daten zu schützen. Größten Wert legen nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik die Nutzer auf Sicherheit beim Online-Banking. Aber während 71 Prozent der Befragten einer Umfrage ihr Bankkonto für besonders schützenswert halten, achten nur vier Prozent auf die Sicherheit ihrer vernetzten Heimgeräte.

Das Ausmaß möglicher Schäden kennen

Zuerst sollte man sich des Schadens bewusst sein, den ein Fremder beim Eindringen in das Heimnetzwerk anrichten kann. Die Veröffentlichungen von persönlichen Daten hunderter Politiker und anderer Prominenter Ende vergangenen Jahres im Internet waren zweifellos ein Weckruf für mehr Sicherheit im eigenen Netz. Wer möchte seine Telefonnummern, Kontobewegungen oder E-Mail-Verläufe schon gern bei Facebook oder anderen sozialen Netzen finden? Dabei ist das noch die harmlose Variante. Ein Angreifer kann in Ihrem Namen Spams versenden, unerlaubte Inhalte herunterladen, über Ihre VOIP-Telefonleitung kostenpflichtige Nummern anrufen oder – im schlimmsten Fall – über einen online-Bezahldienst Bankinformationen ausspähen und sich von Ihrem Konto bedienen.

Start mit dem Router

Wer nicht nur sein Passwort ändert, nachdem wieder einmal große Cyber-Attacken aufgedeckt wurden, sondern sein Heimnetzwerk kontinuierlich unter Kontrolle hat, macht es Kriminellen schwer, an die begehrten Daten zu gelangen. Beginnen Sie mit dem Router. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt folgende Vorsichtsmaßnahmen: Nicht nur jedes einzelne Gerät im Haus sollte mit einer Firewall ausgestattet sein, sondern zuallererst der Router. In der Regel ist eine entsprechende Software bereits installiert und wird auch regelmäßig aktualisiert. Aber verlassen Sie sich nicht auf den Verkäufer. Bei der Installation eines Routers wird ein Passwort mitgeliefert. Ändern Sie dieses Passwort. Hier gilt wie für alle Passwörter: Je länger und komplizierter, desto besser. Achten Sie bei der Konfiguration des Routers darauf, dass Ihre Daten über das sichere Kommunikationsprotokoll Hypertext Transfer Protocol Secure übertragen werden. Wenn in der Adresszeile Ihres Browsers “https” auftaucht, sind Sie auf der sicheren Seite. Aktualisieren Sie die Betriebssoftware Ihres Routers, die sogenannte Router-Firmware, regelmäßig. Die aktuellste Betriebssoftware enthält auch immer die aktuellsten Schutzmöglichkeiten. Oft wird die Firmware über ihren Provider auf dem aktuellen Stand gehalten.

WLAN sorgfältig verschlüsseln

Auch wird empfohlen, Angaben zum Hersteller, zum Gerätetyp und zur Versionsnummer der Firmware zu löschen und außerhalb Ihres Netzwerkes aufzubewahren, Richten Sie einen MAC-Filter ein. Er erschwert den Zugriff auf die MAC-Adresse (Media-Access-Control-Adresse), also auf die Hardware-Adresse jedes eingebundenen Gerätes. Bei Apple wird die MAC-Adresse als Ethernet-ID, Airport-ID oder Wi-Fi-Adresse bezeichnet. Schließlich dient es auf alle Fälle der Sicherheit Ihres Netzwerkes, wenn Sie nicht benötigte Funktionen Ihres Routers deaktivieren und die Möglichkeit, ihn von außen zu konfigurieren, nicht dauerhaft nutzen. Das WLAN sollte mit WPA2 verschlüsselt sein. Wählen Sie auch hier ein sicheres Passwort. Und öffnen Sie keine Mails, von deren Seriosität Sie nicht überzeugt sind. Insgesamt gilt: Widmen Sie jeder Anwendung auf allen Geräten so viel Aufmerksamkeit wie dem Online-Banking. Dann können Sie Ihr Smart Home in allen Zügen genießen.

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