Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert

Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert

39 Prozent der Unternehmen in Deutschland geben ihren Mitarbeitern nach einer aktuellen Umfrage des IT-Verbandes Bitkom heute die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Wenn sich andere Arbeitnehmer in öffentlichen Verkehrsmitteln drängeln oder im Stau stehen, schalten Beschäftigte im Homeoffice entspannt ihren Computer an, verbinden sich per Internet mit der Cloud ihres Arbeitgebers, und schon kann der Arbeitstag starten. Zum täglichen Meeting schalten sich die Heimarbeiter per Skype zu. Neue technische Entwürfe schauen sie sich mit der VR-Brille an. Lesen Sie im folgenden Beitrag, wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert, welche Chancen sich daraus ergeben und worauf der Einzelne und die Gesellschaft beim Einsatz neuer Technologien im Arbeitsleben achten müssen.

Mehr Digitalisierung, mehr Beschäftigung

Es gibt kaum einen Beruf, der nicht von der technischen Entwicklung betroffen ist. Der Computer im Büro, das automatische Bezahlsystem im Supermarkt oder der Gabelstapler, der die Paletten allein durch das Lager fährt, sind längst in unseren Arbeitsalltag integriert. Die Digitalisierung macht Arbeit bequemer und effizienter – ohne den Menschen aus dem Arbeitsmarkt zu verdrängen. Im Gegenteil. Im 3. Quartal 2019 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland mit 45,4 Millionen ihren höchsten Stand seit 1990.

Zahlreiche Tätigkeiten durch Roboter zu ersetzen

Aber natürlich stellt sich angesichts des rasanten Tempos der Digitalisierung und ihres zerstörerischen Charakters in vielen Branchen die Frage, ob das immer so bleibt. Experten gehen das Problem gelassen an: Früher wurden Pferdekutschen gebaut, heute sind es Autos und morgen Flugtaxen. Wurden Häuser vor 40 Jahren am Reißbrett mit Lineal und Zirkel entworfen, sitzt der Architekt heute am Computer. Arbeit wird es immer geben. Das klingt überzeugend. Hier ein Beispiel: Obwohl die Zahl der Industrieroboter in Deutschland von einem sehr kleinen Niveau Mitte der 1990er-Jahre bis heute drastisch gestiegen ist, gibt es laut einer Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung vom November dieses Jahres keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Entwicklung zulasten bereits beschäftigter Arbeitnehmer ging. Es ist sogar zu beobachten, dass Beschäftigte in roboterintensiven Branchen häufiger in andere, auch höherwertige Tätigkeiten wechseln. Allerdings zeigt die Studie auch, welche Tätigkeiten leicht durch Roboter und Digitalisierung allgemein ersetzt werden können. An der Spitze stehen Berufe in den Bereichen Fertigung, unternehmensbezogene Dienstleistungen, Verkehr, Logistik und Handel. Weniger gefährdet sind soziale und kulturelle Dienstleistungen, Sicherheitsberufe und medizinische Berufe.

Digitale Kompetenz als Kernkompetenz

Auch wenn kein Ende der Arbeit in Sicht ist, so muss doch mit einem erheblichen Wandel von Produktionsfaktoren, Berufen und Erwerbsformen gerechnet werden. Crowdworking-Plattformen zur Rekrutierung externer Arbeitskräfte oder zur Erledigung von Aufträgen breiten sich weiter aus. Bei dieser Form der Arbeit, die über Plattformen vermittelt wird, bestimmen vorwiegend die Kundenbewertungen den Preis der Arbeit. Bereits drei Prozent der Erwachsenen erzielen Einkommen durch Gig-, Click- oder Crowdwork. Für diese neue Erwerbsform müssen Strukturen zur sozialen Absicherung gefunden werden. Die Art der Qualifizierung wird sich verändern. Arbeitnehmer müssen ihre Fähigkeiten zügig und immer wieder an veränderte Marktbedingungen anpassen. Digitale Kompetenz wird zu einer Kernkompetenz eines jeden Beschäftigten werden. Zweifellos stehen wir erst der Anfang des Wandels, den die Digitalisierung in unsere Arbeitswelt bringt. Das Homeoffice lässt erahnen, wie bequem die Zukunft werden kann.

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