Was Sie beim Einrichten Ihres W-Lan-Netzes beachten sollten

Über 90 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügen über einen Internetanschluss. Und wer einen Internetanschluss hat, der hat oder will auch W-LAN, denn ein drahtloses lokales Netzwerk (Wireless Local Area Network) ist einfach und bequem. So ist es möglich, mit Laptop, Tablet und Smartphone durch das Haus, die Wohnung oder den Garten zu spazieren. Allerdings gilt es beim Einrichten Ihres WLAN einiges zu beachten.

Eine zentrale Stelle für den Router

Der Dreh- und Angelpunkt des Netzes ist ein WLAN-Router, der meist mitgeliefert wird, wenn Sie einen Internet-Vertrag abschließen. Er ist die Hardware, mit der das drahtlose lokale Netzwerk in Ihrer Wohnung aufgebaut wird. So sendet er Funkwellen aus, die alle in der Nähe vorhandenen WLAN-fähigen Geräte erreichen und die sich somit mit dem World Wide Web verbinden können. Stationieren Sie den Router möglichst an einem zentralen Punkt Ihres Heims, damit die Funkwellen die gesamte Fläche abdecken können. Haben Sie ein Haus mit mehreren Etagen oder einen Garten, in dem Sie ebenfalls WLAN nutzen wollen, wird der Router vermutlich nicht ausreichen, um ein stabiles Netzwerk bis unter das Dach oder bis zur Grundstücksgrenze zu gewährleisten. Auch können dicke Wände, Decken oder große Elektrogeräte die Verbreitung der Funkwellen behindern.

Access Points zur Erweiterung der Reichweite

Mit sogenannten Access Points (Zugangspunkten) können Sie die Reichweite des WLANs gleich zu Beginn oder auch nachträglich erweitern. Denken Sie aber daran, dass das digitale Netzwerk nicht an Ihrer Grundstücksgrenze haltmacht. (Der Nachbar freut sich, wenn er surft und Sie zahlen.)

Für einen Access Point benötigen Sie ein zusätzliches Gerät, das mit dem Router per Ethernet-Kabel (auch LAN-Kabel genannt) verbunden wird. Access Points sind in vielfältigsten Ausführungen erhältlich. Auch ein klassischer Rechner oder ein weiterer Router lassen sich zu einem Access Point umrüsten. Ebenso können WLAN-Repeater (Verstärker) das WLAN ausweiten. Sie brauchen dann keine Kabelverbindung zum Router, weil der Repeater über das Netz mit ihm verbunden ist. Allerdings gewähren die Repeater nicht so eine stabile Verbindung wie ein Access Point.

Um das WLAN einzurichten, stecken Sie das Kabel des Routers in die Telefondose. Wenn am Router und auf Ihren Geräten WLAN eingeschaltet ist, erscheint in der Liste der verfügbaren Netze auch Ihr Netzwerk. Der Name (Service Set Identifier, SSID) steht auf der Rückseite des Routers.

Zuverlässige Verschlüsselung über WPA2-PSK

Jetzt werden Sie nach dem Sicherheitsschlüssel (Passwort) gefragt, der sich ebenfalls auf der Rückseite befindet. Tragen Sie diesen WLAN-Schlüssel ein – und schon kann es losgehen. Die mitgelieferte Verschlüsselungssoftware Wi-Fi Protected Access – Pre-shared Key (WPA2-PSK) schützt Sie in hohem Maße vor ungebetenen Gästen. Ihr Nachbar kommt nun nicht mehr an Ihr WLAN ran.

Der „vorher vereinbarte Schlüssel“ (PSK) ist der gegenwärtig fortschrittlichste Sicherheitsstandard. Dabei handelt sich um ein Verschlüsselungsverfahren, bei dem die Schlüssel vor der Kommunikation beiden Teilnehmern bekannt sein müssen. Zwischen WLAN-Router und zugelassenen Geräten wird ein gemeinsames Passwort festgelegt, das im Router und in den Geräten gespeichert wird. Der Access Point lässt sich in das Netzwerk einbinden. Die Kommunikation mit den Geräten wird wie beim Router über die Netzwerk-Verschlüsselung und ein Passwort geschützt.

Router first

Wenn Ihnen dieser Sicherheitsstandard nicht ausreicht und Sie befürchten, dass sich Fremde mit Ihrem WLan-Netz verbinden könnten, sichern Sie zusätzlich den Router ab nach dem Motto „Router first“. Richten Sie unmittelbar nach dem Verbinden einen geschützten Zugang zur Benutzeroberfläche ein, und verändern Sie die Log-in-Werkseinstellungen. Wählen Sie einen Benutzernamen und ein sicheres Passwort. Geben Sie Ihrem Netzwerk einen undurchsichtigen Namen, der weder auf Sie noch auch auf Ihre verwendeten Geräte schließen lässt.

MAC-Adresse als zusätzlicher Schutz

Über eine Media-Access-Control(MAC)-Adresse können Sie die Geräte, denen Sie Zugang zu Ihrem WLAN gewähren wollen, zusätzlich authentifizieren. Diese Adresse wird für jeden Computer nur einmal vergeben, es ist sozusagen die Seriennummer Ihrer Geräte. Die Mac-Adresse eines Gerätes, die bei Mac-Geräten „Ethernet-ID“, „Airport-ID“ oder „WLAN-Adresse“ und bei Windows-Rechnern „Physische Adresse“ genannt wird, sollte auf einem Aufkleber des Netzwerkadapters zu finden sein. Ansonsten findet sich diese Kombination aus Buchstaben und Zahlen in den Einstellungen.

Tragen Sie alle Adressen der Geräte, die bei Ihnen surfen dürfen, in die Liste des Routers ein. So schützen Sie Ihr Netzwerk zusätzlich vor möglichen Zugriffen Unbefugter auf Ihre Geräte.

Darüber hinaus ermöglicht es die Verschlüsselung des Netzwerknamens (SSID), dass Ihr WLAN nicht in den Listen der verfügbaren Netze auf den Geräten in der Nachbarschaft auftaucht.

Wenn Sie nun noch immer Zweifel an der Sicherheit des Netzwerkes haben, handeln Sie nach dem Motto: „Das sicherste Netzwerk ist ein abgeschaltetes Netzwerk“. WLAN lässt sich leicht deaktivieren und wieder aktivieren. Und wenn Sie für längere Zeit verreisen, ziehen Sie einfach den Stecker.

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