Streamingdienste – Musikvielfalt zu jeder Zeit an jedem Ort

Stereoanlagen sind aus unserem Leben verschwunden. Mit Schallplatten werden heute höchstens noch Nostalgiepartys gefeiert. Die CD ist vergessen. Selbst die Festplatte, auf der die persönliche Musiksammlung lagerte, seit Audioformate die Digitalisierung unserer Platten und Kassetten möglich machten, spielt als Musikquelle kaum noch eine Rolle. Heute versorgen Streamingdienste die Menschheit mit Musik. Die Trägermedien sind unsichtbar, die Musik dagegen allgegenwärtig. Spotify, Amazon Music & Co. bringen eine nie da gewesene Musikvielfalt in unser Leben – zu jeder Zeit an jedem Ort.

Millionen Songs als Service

Als Musikstreaming bezeichnet man das Hören von Musik im Internet. Musik wird nicht auf Tonträgern wie Schallplatten, CDs oder Kassetten und auch nicht zum Herunterladen aus dem Internet angeboten, sondern als eine Dienstleistung, vergleichbar mit „Software as a Service“.

Zu den verschiedenen Formen des Musikstreamings gehören

  • Internetradios;
  • Audio-on-Demand-Dienste;
  • Musik-Abo-Dienste;
  • soziale Netzwerke wie Myspace und SoundCloud mit dem Fokus Musik;
  • Live-Streaming von Konzerten über das Internet.

Für Musikstreaming gibt es zahlreiche Anbieter. Mit einem Anteil von 17 Prozent ist der schwedische Musikdienst Spotify nach Angaben des Statistikportals Statista Marktführer in Deutschland, gefolgt von Amazon Music, Apple Music, Google Play Music, SoundCloud, Deezer und Napster. Die Dienste können abonniert oder – mit Werbeeinblendungen – kostenlos gehört werden. Per App hat der Nutzer Zugriff auf eine unglaubliche Vielzahl an Songs – sortiert nach Interpreten, Alben, Musikrichtungen. Die meisten Anbieter haben über 50 Millionen Songs in ihrer Cloud gespeichert. Die Nutzer können sich ihre eigenen Playlisten zusammenstellen, erhalten Empfehlungen gemäß den persönlichen Vorlieben und finden eigentlich alles, was ihr Herz begehrt. Einige Dienste, beispielsweise Google Play, bieten zudem die Möglichkeiten, die eigene Musiksammlung in die Cloud zu laden und dort verwalten zu lassen.

Schnelles Internet und ein Mobiltelefon als Grundausstattung

Technische Voraussetzung zur Nutzung von Streamingdiensten ist ein schnelles Internet. Bei geringer Geschwindigkeit der Datenübertragung kann es zu Verzögerungen oder Aussetzern kommen – und wer will das schon, wenn gerade Beethovens 5. Sinfonie läuft oder das jüngste Rockkonzert von Udo Lindenberg übertragen wird! Mit 300 Mbit/s im Download sind Sie auf alle Fälle auf der sicheren Seite. Das notwendige Gerätesortiment unterscheidet sich beim Musikstreaming grundsätzlich von den Geräten, die noch bei Schallplatten oder CDs angesagt waren. Eigentlich bedarf es keiner speziellen Geräte mehr. Schon ein Laptop oder ein Smartphone reichen aus, um die Streamingdienste nutzen zu können. Per WLAN miteinander vernetzte Lautsprechersysteme, die über das Smartphone, das Tablet oder über Sprachassistenten gesteuert werden, sind eine ideale Ergänzung. Die Klangqualität hängt wie damals bei der Stereoanlage von der Qualität der Lautsprecher ab.

Unterschiede der Anbieter vorher checken

72 Prozent der Internetnutzer in Deutschland streamen Musik im Internet, hat der Digitalverband Bitkom herausgefunden. 55 Prozent nehmen dafür Streamingdienste in Anspruch. Und 37 Prozent der Musikstreamer sind bereit, dafür Geld zu zahlen. Die Angebote der verschiedenen Streamingdienste unterscheiden sich nicht grundsätzlich voneinander. Fast alle haben kostenlose und Premium-Angebote per Abonnement. Die monatlichen Abonnements kosten bei den meisten Anbietern um die zehn Euro. Einige Unterschiede aber sollten Sie bei der Wahl vorab checken:

  • Was kostet ein Abonnement?
  • Wie viele Mithörer können in ein Abonnement einbezogen werden?
  • Welche Musikempfehlungen hat der Anbieter?
  • Wie lange dauert die kostenlose Testphase?
  • Wie sehen die Kündigungsfristen aus?
  • Welche Rabatte gibt es für Studenten?
  • Werden individuelle Playlisten zusammengestellt?
  • Kann man Songs herunterladen und offline hören?
  • Kann die eigene Musiksammlung hochgeladen werden?

Es ist durchaus sinnvoll, vor dem Abschluss eines Abonnements verschiedene Streamingdienste zu testen. Für wen auch immer Sie sich entscheiden – Sie werden die Vielfalt der Musikangebote genießen, immer und überall.

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