So enttarnen Sie Fake News im Internet

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Mit Detektivarbeit und gesundem Misstrauen gegen die Netz-Lügen

In Indien lebt ein 179-jähriger Mann? Justizminister Heiko Maas befürwortet Pädophilie? Ein Mädchen im Libanon weint echte Kristalle – zu sehen sogar im Video? Dreimal nein. Denn jede dieser Meldungen ist eine gefälschte Nachricht. Sie verbreitet sich in den sozialen Medien lawinenartig und taucht immer wieder auf, denn was einmal als aufregende Nachricht durch das Internet geistert, hält sich dort hartnäckig.

Während manche Fake News sofort als solche zu erkennen sind, gibt es andere, die schwerer zu durchschauen sind. In solchen Fällen heißt es, die richtigen Informationen zu suchen. Dabei hilft das Internet – denn neben den Fake News tummeln sich hier auch zahlreiche Netz-Detektive, die den Ammenmärchen auf die Spur gehen wollen. Wir zeigen, welche Schritte nötig sind, um Fake News zu enttarnen und welche Hilfen es gibt.

Wahr oder unwahr?

1. Ohne gesundes Misstrauen geht gar nichts. Anders gesagt: Bloß nicht alles glauben, was im Internet steht! Wenn das Bauchgefühl sagt, dass da in einer Nachricht sehr dick aufgetragen wird, sollte man dem nachgehen.

2. Reißerische Meldungen sind verdächtig. Überspitzte Formulierungen, Stimmungsmache, tendenziöse Wertungen – ist da vielleicht etwas faul? Bedenklich sind oft auch stark verkürzte Darstellungen oder sehr plakative Texte.

3. Wer hat das geschrieben? Im Impressum finden sich die Verfasser der Meldungen. Das Impressum fehlt, ist schwammig formuliert oder verschleiert mehr, als es preisgibt? Es gehört zu einer Partei oder einer Initiative, die an Meinungsmache interessiert sind? Das Misstrauen könnte berechtigt sein, unbedingt weiterforschen!

4. Texte vergleichen hilft. Hat eine seriöse Quelle die Nachricht auch schon verbreitet? Berichten etablierte Zeitungen oder Fernsehsender darüber? Oder gibt es nur diesen einen Ursprung für eine Meldung? Der Vergleich ist schnell gezogen: Einfach das Thema in der Google-Suche unter dem News-Reiter eingeben. Dort zeigt sich schnell, ob bereits Journalisten das Thema behandelt und unterschiedlich aufbereitet haben – oder nicht.

5. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Aber gehört das Foto auch wirklich zu der verbreiteten Meldung? Oder wird es nur benutzt, um Fake News zum Aufreger zu machen? Eine Rückwärtssuche des Bildes über www.images.google.com hilft nachzuforschen, ob das Foto bereits früher in einem anderen Zusammenhang und mit einem anderen Text veröffentlicht wurde. Dazu das Bild mit gedrückter Maustaste in das Suchfeld ziehen und die Ergebnisse vergleichen.

6. Gerade, kürzlich oder lange her? Wie neu eine Meldung wirklich ist, lässt sich manchmal auch im Zeitfilter erkunden. Dazu in der Google-Suche über „Tools“ und „Beliebige Zeit“ den Erscheinungszeitraum eingrenzen. Das kann mühselig sein, aber auch lohnend.

7. Profis um Rat fragen. Einige Webseiten im Netz haben sich darauf spezialisiert, Fake News zu erkennen und anzuprangern. Dazu gehört zum Beispiel www.mimikama.at mit der Suchmaschine www.hoaxsearch.com. Zum Überprüfen von Filmen gibt es den YouTube Data Viewer von Amnesty International (www.citizenevidence.org/2014/07/01/youtube-dataviewer/). Mit Fake News befassen sich auch die Webseiten uebermedien.de, www.bildblog.de oder – mit dem Schwerpunkt auf Fake News zur Flüchtlingsthematik – www.hoaxmap.org.

Melden – nicht unkritisch weiter verbreiten

Klar – Fake News sollten nicht weiter in den sozialen Netzwerken gestreut werden. Wenn sie versanden, verfehlen sie ihre Wirkung. Sehr oft stehen nämlich – neben politischen – wirtschaftliche Interessen dahinter, wenn Fake News lanciert werden. Schließlich sind aufregende Meldungen mit hohem Aufmerksamkeitswert lukrativ und bringen gute Werbeeinnahmen. Trotzdem sollten Sie sich die Freude an den Sozialen Medien nicht nehmen lassen – schließlich bestimmen Sie, inwieweit und in welcher Form Sie diese nutzen. Mit innogy Highspeed müssen Sie sich auf jeden Fall niemals Sorgen machen, wegen einer schlechten Verbindung wichtige News zu verpassen – das ist kein Fake!

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