Schnelles Netz für die ersten Ortschaften

04. September 2020

FTTH-Infrastruktur in Oberndorf, Rückershausen, Steinbach, Holzhausen und der Kernstadt folgt

Bad Laasphe. Der Breitbandausbau in Bad Laasphe läuft auf vollen Touren. Viele Bürgerinnen und Bürger im Oberen Lahntal und im Stadtbereich verfügen nun über Anschlüsse an das schnelle Internet. Landrat Andreas Müller, Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann sowie Vertreter von innogy Westenergie und Westnetz stellten das neue Breitbandnetz vor. Über 2100 Adressen in den Orten des Oberen Lahntals sowie im Stadtbereich Bad Laasphe wurden an die schnelle Datenautobahn angeschlossen und werden jetzt mit Internetgeschwindigkeiten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde versorgt. Bad Laasphe mit seinen Ortschaften profitiert vom geförderten Ausbauverfahren der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein. „Der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets war eines unserer ganz zentralen Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre“, sagt Landrat Andreas Müller: „Es ist schön zu sehen, dass wir es jetzt fast geschafft haben und beinahe alle Haushalte in Siegen-Wittgenstein einen Breitbandanschluss nutzen können. Die Zeiten, als man sich in Familien gestritten hat, wer denn nun gerade surfen durfte, weil online spielen und einen Film streamen gleichzeitig völlig unmöglich war, sind jetzt vorbei. Lediglich zwei Prozent der Haushalte im Kreisgebiet sind noch nicht angeschlossen. Aber auch daran arbeiten wir.“

Bürgermeister Dr. Spillmann freut sich über den Breitbandausbau und sagt: „Leistungsfähige Internetverbindungen sind heute ein zentraler Standortfaktor sowohl für Familien als auch für Gewerbetreibende und Industrie. Und gleichzeitig erhöhen wir die Attraktivität in Bad Laasphe als Wohn- und Gewerbestandort nachhaltig.“ Peter Imhäuser, innogy Westenergie Kommunalmanager, ergänzt: „Als Partner der Kommunen treiben wir neben der Strom- und Gasversorgung auch die Breitbandversorgung im Kreis weiter voran.“ In Zusammenarbeit mit Kreis- und Stadtverwaltung hat Westnetz, Verteilnetzbetreiber der innogy Westenergie, die Infrastruktur für das schnelle Internet geschaffen. Philipp Greb, Westnetz-Projektplaner, benennt die aktuellen Ausbauzahlen für den Kreis Siegen-Wittgenstein: So wurden seit Projektstart rund 242 Kilometer Leerrohre für die Glasfaserkabel gelegt sowie 75 Multifunktionsgehäuse und 65 Kabelverteilerschränke für das schnelle Netz angeschlossen.

Etwa 2100 FTTC-Adressen bzw. Wohneinheiten in der Stadt Bad Laasphe und seinen Ortsteilen Amtshausen, Bermershausen, Feudingen, Niederlaasphe, Oberndorf, Rüppershausen, Rückershausen, Saßmannshausen und Volkholz sind ab sofort an die schnelle Datenautobahn angebunden. Ergänzend dazu werden in den kommenden Wochen sukzessive die Direktglasfaseranschlüsse (FTTH) in Betrieb genommen. Diejenigen Bürger, die bereits ein schnelles Breitbandprodukt bestellt haben, haben nach Fertigstellung der Netze ein Begrüßungsschreiben mit der Angabe des genauen Wechseltermins erhalten.

Der Aufbau der Glasfaserinfrastruktur für das FTTH-Netz findet zurzeit in Oberndorf und Rückershausen statt und wird im Anschluss in Steinbach und Holzhausen weitergeführt. In der Kernstadt sind die ersten FTTH-Anschlüsse bereits in Betrieb bzw. aktuell laufen hier noch abschließende Aktivierungsmaßnahmen, um die Glasfaserstrecken zu „beleuchten“. Soll heißen, dass auch hier in Kürze ein Datenaustausch per Highspeed erfolgen kann. Das Schloss Wittgenstein hat bereits einen Glasfaser-Hausanschluss erhalten.

Hintergrund: Beim so genannten FTTC-Ausbau („Fibre-To-The-Curb“ = Glasfaser bis zum Bordstein bzw. bis in den Ort) werden die Glasfaseranschlüsse bis in die neuen Multifunktionsgehäusen (MFG) gelegt und von dort mittels Kupferkabeln mit den Hausanschlüssen verbunden. Physikalisch gesehen passiert im MFG Folgendes: Die optischen (Licht)Signale werden in elektrische Signale umgesetzt und gleichzeitig kommt das Vectoring-Verfahren zum Einsatz, das die elektromagnetischen Störungen unterdrückt, um per Kupferkabel und Telefon-Anschluss schnelles Internet zu gewährleisten. Der FTTH-Ausbau („fibre-to-the-home”) hingegen garantiert einen direkten Glasfaseranschluss bis ins Haus. Dabei wird die Glasfaser aus einem POP („point of presence“) über einen Glasfaserverteilerschrank (GVS) ins Gebäude geführt. Dadurch können auch zukunftsfähig große Datenmengen bis zum Endkunden transportiert werden.

Bildunterschrift: Philipp Greb (Westnetz-Projektplaner), Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann, Landrat Andreas Müller und Peter Imhäuser (Kommunalmanager bei Innogy Westenergie, v. l.) stellten die Breitband-Erschließung in Niederlaasphe vor. Foto: Stadt

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