Podcasts – ein hörbarer Erfolg

Wie man früh beim Verlassen des Hauses die Schuhe anzieht, den Rucksack über die Schulter hängt und das Mobiltelefon in die Tasche steckt, so selbstverständlich setzen sich viele Menschen heute die Kopfhörer auf den Kopf.

Podcasts gehören inzwischen fest zur Medienlandschaft. 31 Prozent der Bundesbürger hören regelmäßig Inhalte über Podcast-Anbieter, so eine aktuelle Studie des Hamburger Marktforschungsinstituts SPLENDID RESEARCH.

Radiohören on demand

Am einfachsten lässt sich Podcast als “Radiohören on demand” erklären.

Als Podcast – zusammengesetzt aus den Worten iPod und Broadcast – wird eine Audiodatei oder ein Video bezeichnet. Podcasts werden als Teil einer Serie, die sich meist einem bestimmten Thema widmet, im Internet veröffentlicht. Die Dateien können direkt im Internet gehört beziehungsweise gesehen oder heruntergeladen werden, sie sind also zeit- und ortsunabhängig abspielbar. Ein durchschnittlicher Podcast dauert etwa 20 Minuten.

Große Rundfunk- und TV-Sender dominieren das Geschehen

Anfangs luden vor allem die großen Rundfunk- und TV-Sender einzelne Sendungen als Podcasts auf ihre Webseite, um sie auch denjenigen zur Verfügung zu stellen, die zur Ausstrahlung nicht pünktlich vor dem Fernseher oder Radio sitzen wollten oder konnten. Parallel zu den Mediatheken haben sich Podcast-Portale etabliert. Um Podcasts zu finden, zu sammeln und zu verwalten, stehen zahlreiche Apps zur Verfügung.

Tausende Podcasts sind heute auf hunderten Podcast-Portalen als MP3s oder Videos veröffentlicht. Nach wie vor dominieren die großen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten das Geschehen, ihre Podcasts haben nach Angaben der Hamburger Studie die meisten Abonnenten: Bei den meistabonnierten Sendungen liegt die “Tagesschau” vor der Wissenssendung “Quarks und Co” und der “Sendung mit der Maus”.

In erster Linie werden Nachrichten, Unterhaltungs- und Musiksendungen sowie Wissenschaftsbeiträge über Podcasts verfolgt.

Jeder kann zum Produzenten werden

Aber natürlich nutzt auch die Prominenz das Medienformat exzessiv, um über sich, Gott und die Welt, Umweltsünden oder gutes Essen zu philosophieren.

Jeder, der einen Computer und ein Mikrofon besitzt, kann seinen eigenen Podcast erstellen. So entsteht im Netz eine unglaubliche Vielfalt – nahezu jedes Interessengebiet ist mit Podcasts vertreten und hat seine Fans.

Ein attraktives Marketinginstrument

Mehr und mehr werden Podcasts auch als Marketing-Instrument von Unternehmen eingesetzt. Entsprechend bieten zahlreiche Agenturen ihre Unterstützung zur Erstellung professioneller Podcasts an. Und wenn die Inhalte gut sind, sind Hörer und Zuschauer sogar bereit, dafür zu bezahlen. Zwar haben nach einer im September 2018 veröffentlichten Umfrage von Statista Global Consumer Survey in den vergangenen zwölf Monaten in Deutschland nur 2,6 Prozent der Befragten Geld für Podcasts ausgegeben – doch in den USA sind es immerhin schon über zwölf Prozent.

Der unschlagbare Vorteil des Mediums Podcast besteht aber darin, dass man es nebenbei konsumieren kann: beim Bügeln, beim Essen, beim Joggen, in der U-Bahn oder in der langen Schlange beim Einchecken am Flughafen. Man hört nur, was man hören will. Man steckt sich am Morgen die Stöpsel ins Ohr und die Umwelt bleibt draußen.

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