Mit Glasfaser für die Zukunft gerüstet – Stand des Ausbaus schneller Netze in Deutschland

Turbo-Internet für alle. Das und nicht weniger verspricht die Bundesregierung. Bis 2025 soll ganz Deutschland über Gigabit-Netze versorgt werden. Noch in dieser Legislaturperiode sollen alle Gewerbegebiete, Schulen und Krankenhäuser an das Gigabit-Netz angeschlossen werden. Ein hehres Ziel. Wie jedoch ist es um die Umsetzung bestellt?

Gute Position in der Gegenwart

Für schnelles Internet müssen entsprechende Netze zur Verfügung stehen, so genannte Breitbandnetze, die Daten in hoher Geschwindigkeit übertragen können. Breitbandinternet wird über die normale Telefonleitung, den Kabelanschluss oder den Mobilfunk bereitgestellt. Besonders schnell sind Breitbandverbindungen mit Glasfaserkabeln. Mehrheitlich werden gegenwärtig Techniken wie DSL, VDSL oder Hybrid verwendet, die bereits hohe Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s erreichen. In Deutschland verfügen 82 Prozent der Unternehmen über einen Breitbandanschluss bis zu 50 Mbit/s. In Gewerbegebieten sind es 88 Prozent. Damit liegt die Bundesrepublik unter dem EU-Durchschnitt. In Dänemark, Litauen, den Niederlanden oder Finnland sind einhundert Prozent der Unternehmen mit einem Breitbandanschluss ausgestattet. 99,8 Prozent der Haushalte konnten nach Angaben des Breitbandatlas der Bundesregierung im vergangenen Jahr mit 6 MBit/s surfen, 82,9 Prozent mit bis zu 50 Mbit/s und 66,3 Prozent mit bis zu 100 Mbit/s. In Großstädten und Ballungsgebieten ist die Verfügbarkeit um ein Vielfaches höher als auf dem Land, am besten ausgestattet sind die Bundesländer Hamburg, Bremen und Berlin, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Rechnet man die Breitbandanschlüsse pro einhundert Einwohner, so steht Deutschland im internationalen Vergleich gut da. Denn mit 40,2 Anschlüssen pro einhundert Einwohner belegt die Bundesrepublik den fünften Platz im Ranking aller OECD-Staaten und liegt damit in puncto Breitbandverfügbarkeit sogar vor der Hochtechnologie-Nation Japan. Damit kann man im Heute gut leben. Aber wie sieht es mit der Zukunft aus?

Glasfaser als Königsdisziplin der Datenübertragung

Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Die globale Datenmenge wächst rasant – von 33 Zettabyte im Jahr 2018 auf 175 Zettabyte bis 2025. Nahezu 30 Prozent der Weltdaten werden dann in Echtzeit verarbeitet. Heute agieren täglich mehr als fünf Milliarden Verbraucher mit Daten – 2025 werden es nach Angaben der Studie „Data Age 2025. The Digitalization of the World“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens IDC sechs Milliarden oder 75 Prozent der Weltbevölkerung sein. Die Übertragung solcher großen Datenvolumina kann nur über Glasfaser erfolgen. Der Einsatz von Glasfaser ist die Königsdisziplin der Datenübertragung. Hier werden keine Kupferleitungen, sondern Fasern aus Quarzglas oder Kunststoff eingesetzt, die Daten via Licht übertragen. innogy highspeed zum Beispiel treibt den Glasfaserausbau voran und hat inzwischen mehr als einer Million Menschen in rund 300 Gemeinden Zugang zu leistungsstarkem Breitbandnetz verschafft. An einer flächendeckenden Fiber-Abdeckung führt kein Weg vorbei. Der Anteil der Glasfaseranschlüsse an allen Breitbandanschlüssen betrug in Deutschland 2018 nach OECD-Angaben gerade 2,6 Prozent. Zum Vergleich: In Südkorea, Spitzenreiter beim Ausbau, werden die Daten zu mehr als 78,5 Prozent per Glasfaser übertragen, in Polen immerhin noch zu 12,8 Prozent. Mitte vergangenen Jahres wurden die Förderrichtlinien der Bundesregierung für den Breitbandausbau überarbeitet. So konnten Kommunen, die bislang auf eine Kupfertechnologie gesetzt haben, ihr Projekt auf Glasfaser umstellen. Ab Mitte 2019 soll ein neues Programm die Förderung in Gebieten ermöglichen, die bereits an schnelles Internet angebunden, aber noch nicht gigabitfähig erschlossen sind. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, gibt es noch viel zu tun.

Gut gerüstet für heute und morgen

Innogy highspeed hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Gemeinden, Unternehmen und Privatleute mit Breitbandanschlüssen ausgerüstet, darunter auch mit modernsten Glasfaserverkabelungen. Schnelles Internet bringt Unternehmen Wettbewerbsvorteile und Privatleuten eine höhere Lebensqualität – heute und morgen.

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