Messaging-Dienste – So kommunizieren wir heute

Messaging-Dienste – So kommunizieren wir heute

Chat- oder Messaging-Dienste haben der guten alten SMS schon lange den Rang abgelaufen, da sie viele multimediale Funktionen wie z.B. Einzel- oder Gruppenchats, das Austauschen von Fotos und Dateien ermöglichen.

Es ist schon paradox: WhatsApp, ein Produkt des viel gescholtenen Weltkonzerns Facebook, ist der beliebteste Messaging-Dienst der Deutschen. Nach Angaben des Statistik-Portals statista kommunizierten 81 Prozent der Befragten per WhatsApp in 2018.  Mit 46 Prozent Nutzeranteil liegt Facebook Messenger auf Rang zwei. Dieser Service stammt ebenfalls von dem Internet-Giganten Facebook.

1,5 Milliarden Nutzer weltweit greifen regelmäßig auf WhatsApp zurück, obwohl hunderte verschiedene Angebote zur Verfügung stehen. Das ist nicht wirklich verwunderlich – die Masse macht’s. Wo sich Freunde und Familie online austauschen, will man dabei sein. Wer meint, die populärsten Angebote meiden zu müssen, katapultiert sich kommunikationstechnisch meist selbst ins Abseits. Aber natürlich haben auch andere Anbieter ihre Fans.

Bequem, unmittelbar, vielfältig und kostenfrei

Instant-Messenger werden genutzt, weil sie bequem sind und genau das bieten, was von fortschrittlicher Kommunikation erwartet wird: den unmittelbaren Austausch von Kurznachrichten, Fotos, GIFs und Videos. Darüber hinaus kann man mit ihnen Sprach- und Videoanrufe tätigen, was allerdings eine stabile Internetverbindung erfordert. Fotos oder Videos, die mit einem Kurznachrichtendienst auf dem Mobiltelefon, dem Tablet oder dem Computer ankommen, werden automatisch in der Mediathek der Geräte oder in der Cloud abgelegt. Einzelne Chats können nach bestimmten Begriffen durchsucht werden. Auch besteht die Möglichkeit, gelöschte Dateien wiederherzustellen. Gruppen können gebildet und schnell wieder aufgelöst sowie Informationen zum aktuellen Standort des Chat-Partners eingesehen werden. Nutzerfreundliche Apps sind längst ein Teil unseres Alltags geworden. Das war allerdings nicht immer so.

Bis 2010 waren SMS (Short Message Service) und MMS (Multimedia Messaging Service) die gängigen Kommunikationsformen für einen kurzen und schnellen Austausch. Das Angebot umfasste lediglich den Versand von Kurznachrichten, Fotos und Videos mit beschränkter Datenmenge. Beide Dienste wurden mit der Instant-Messenger-Technologie überrollt. Dieses Verfahren verschickt die Nachrichten nicht mehr über das Mobilfunknetz, sondern über die Internetverbindung des Smartphones. Wurden 2012 in Deutschland noch 59,9 Milliarden SMS verschickt, waren es 2017 nur noch zehn Milliarden. Denn mit den neuen Messaging-Diensten, die ab 2009 ihren Siegeszug antraten, stand ein sehr viel größeres Datenvolumen und damit ein Vielfaches an Möglichkeiten den Nutzern zur Verfügung. Zudem entfiel bei den neuen Anbietern die Beschränkung der Kurznachricht auf 160 Zeichen. Während der Versand einer SMS und MMS bis heute Kosten verursacht, stehen WhatsApp & Co. kostenlos zur Verfügung.

Datensicherheit als Kriterium für die Wahl des Dienstes

Heutige SMS-Nutzer führen als Grund dafür, dass sie sich von dem “alten” Medium noch nicht verabschiedet haben, zum einen die Tatsache an, dass sie keine Verbindung zum Internet brauchen. Dort, wo weder WLAN noch Internet zur Verfügung stehen, hilft oft nur die SMS weiter.

Zum anderen geht es um die Datensicherheit. Was über SMS verschickt wird, gelangt nicht ins Internet. Das ist richtig. Jedoch haben auch die Anbieter von Messaging-Diensten inzwischen ihre Hausaufgaben gemacht.

Was ein Anbieter mit den Daten seiner Kunden anstellt, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder in den Datenschutzbestimmungen.

Achten Sie als Instant-Messaging-User darauf, dass in den AGB vor allem auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Wert gelegt wird und dass der Zugriff auf die Ressourcen Ihres Gerätes, zum Beispiel auf die komplette Kontaktliste, nur auf notwendige Funktionen beschränkt bleibt. Umfassende und verlässliche Informationen über den Umgang der verschiedenen Dienste mit persönlichen Daten kann man bei Verbraucherzentralen, Fachmagazinen und Verbänden erhalten, die die verschiedenen Anbieter regelmäßig testen.

Datenschützer halten Messaging-Dienste wie WhatsApp oder Facebook Messenger für bedenklich, da sie mit sozialen Netzwerken verknüpft sind. 1,5 Milliarden Menschen auf der Welt sehen das allerdings anders.

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