Innogy und Telekom schalten Netze frei: Landrat: „Etappenziel erreicht – jetzt fließen die (Giga-) Bits!“

innogy Glasfaserausbau in Siegen-Wittgenstein

Siegen-Wittgenstein, 27. Juni 2019

„Etappenziel erreicht!“, stellt Landrat Andreas Müller fest: Der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein ist auf der Zielgerade. Zum Monatswechsel werden die Ausbaupartner des Kreises, Innogy und Telekom, die ersten neuen Netze freischalten: „Jetzt fließen die (Giga-) Bits!“, freut sich der Landrat. Denn zu den rund 7.800 Adressen*), die künftig mit mindestens 50 MBit/s im Download – in der Regel aber sogar mit bis zu 100 bzw. 120 MBit/s – surfen können, kommen auch die ersten Glasfaserhausanschlüsse. Diese ermöglichen sogar Downloadgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich.

„Damit schaffen wir in Siegen-Wittgenstein nicht irgendwann, sondern jetzt ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Leben und Arbeiten. Und damit sind wir als Kreis in Nordrhein-Westfalen ganz, ganz weit vorne“, betont Andreas Müller. Und er dankt allen Partnern innerhalb und außerhalb der Kreisverwaltung, die seit Februar 2016 an diesem Ausbauprogramm gearbeitet haben.

Innogy Ausbaupartner u.a. in Erndtebrück, Freudenberg und Hilchenbach

Für den größeren Teil des Programms, das der Kreis federführend und in Kooperation mit den Städten und Gemeinden durchgeführt hat, ist innogy der Partner. Das Unternehmen wird zum Halbjahreswechsel 3.000 Haushalte und Gewerbetreibende angeschlossen haben. Die neuen Highspeednetze stehen dann in der Stadt Freudenberg und den Stadtteilen Büschergrund und Hohenhain, in Erndtebrück und den Ortsteilen Birkelbach, Womelsdorf, Zinse und Röspe sowie in den Hilchenbacher Ortsteilen Vormwald und Hadem zur Verfügung. Kunden, die von innogy Glaserfaserkabel bis ins Haus verlegt bekommen, werden in den nächsten Wochen kontaktiert, um einen Termin für die Installation vor Ort zu vereinbaren.

Weitere 5.000 Adressen in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Freudenberg, Hilchenbach und Kreuztal wird innogy schrittweise im dritten und vierten Quartal freischalten.

Telekom schaltet Netze in Burbach, Netphen, Neunkirchen Siegen und Wilnsdorf frei

Die Telekom ist der zweite Ausbaupartner des Kreises. Sie wird jetzt zum 30. Juni ebenfalls rund 3.000 Adressen erstmals mit schnellem Internet versorgen und die neuen Netze in Burbach-Niederdresselndorf, Neunkirchen und in den Siegener Stadtteilen Feuersbach, Niederschelden bzw. Eiserfeld-Kaiserschacht und Trupbach freischalten. Im Bereich der Stadt Netphen profitieren besonders viele Ortschaften vom Ausbauprogramm des Kreises. Hier können ab dem Monatsende in Netphen (Stauffenbergstraße), Deuz **), Salchendorf, Helgersdorf, Beienbach, Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf die schnellen Breitbandanschlüssen gebucht werden. Wobei es in Grissenbach, Nenkersdorf und Walpersdorf unter Umständen eine Woche später werden könnte, so die Telekom. Die Ausbaugebiete in Wilnsdorf-Flammersbach und Anzhausen sind ebenfalls ab 30. Juni ans schnelle Breitbandnetz angeschlossen.

Ab der 28. Kalenderwoche, die am 8. Juli beginnt, sind die neuen Breitbandnetze dann auch in Burbach sowie im Oberen Johannland, also in Netphen-Hainchen, Irmgarteichen und Werthenbach sowie in Wilnsdorf-Rudersdorf verfügbar. Dies betrifft weitere rund 1.800 Adressen.

Die 519 Glasfaserhausanschlüsse, die im Ausbaugebiet der Telekom liegen, werden bis Ende August schrittweise angeschlossen werden. Insgesamt wurden über 20 Mio. Euro in dieses Ausbauprogramm investiert. Den Löwenanteil davon haben die beiden Unternehmen getragen, der Kreis hat die Maßnahmen mit 3,6 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Landrat: „Ersten Förderbescheid für 100 Prozent-Versorgung erhalten“

„Bis Ende des Jahres werden 98 Prozent der Adressen in Siegen-Wittgenstein mit schnellem Breitbandinternet versorgt sein!“ bilanziert der Landrat – und er hat bereits eine weitere gute Nachricht: „Der 100 Prozent-Ausbau ist greifbar! Denn der Anschluss der restlichen zwei Prozent kann auch in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden: Um diese Haushalte, Schulen und Krankenhäuser mit schnellem Internet zu versorgen, haben wir vor ein paar Tagen den vorläufigen Zuwendungsbescheid des Bundes in Höhe von rund 23 Millionen Euro erhalten. Damit liegen die Voraussetzungen vor, eine Förderung des Landes in gleicher Höhe erhalten zu können“, so Andreas Müller.

Der Anschluss dieser Adressen kann im Einzelfall dann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil hier zum Teil große Entfernungen überbrückt werden müssen und dafür aufwendige Arbeiten erforderlich sind – was auch die hohen Kosten für den Anschluss dieser restlichen zwei Prozent erklärt.

Antrag auf Förderung besserer Unternehmensanbindungen wird ebenfalls in Kürze gestellt

Schließlich arbeitet die Kreisverwaltung noch an einem weiteren Projekt: für die Förderung eines schnellen Internetanschlusses von Unternehmen ist künftig nicht mehr entscheidend, welche Downloadgeschwindigkeit an der Gebäudegrenze verfügbar ist, sondern an jedem einzelnen internetverbundenen Arbeitsplatz im Unternehmen: „Hier sehen wir große Potenziale, die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen zu stärken, die mit sehr hohen Datenvolumen arbeiten. Deshalb werden wir für dieses Förderprogramm in Kürze einen weiteren Förderantrag stellen“, erläutert der Landrat.

*) Hinter einer „Adresse“ können sich nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Gebäude mit mehreren Wohneinheiten oder auch Gewerbebetrieben verbergen.

**) Der Ausbau des Standortes in Netphen Deuz – Kölner Str. 42 – wird sich aufgrund des Straßenbaus leider bis Ende Oktober 2019 verschieben. Hiervon sind 112 Haushalte betroffen.

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