Influencer – Neue Werbeträger mit hohem Wachstum

Es geht um Essen, Kochen und Ernährung, Urlaub und Reisen, Beauty, Musik, Unterhaltungselektronik, Videospiele und Sport. Für die zumeist jungen Follower sind Influencer Quelle der Inspiration und Motivation im Freizeitbereich. Damit werden sie jedoch auch zu interessanten Werbeträgern.

Influencer-Marketing auf dem Weg zum Milliardenmarkt

Influencer-Marketing hat sich zu einem wichtigen Teil der Werbewirtschaft entwickelt. Hier werden Meinungsmacher für Marketing- und Kommunikationszwecke eingesetzt. Unternehmen gehen davon aus, dass sie durch eine Platzierung von Werbung im Zusammenhang mit bekannten Persönlichkeiten von deren reichweitenstarker Communitiy und vor allem vom Vertrauen der Follower zum Influencer profitieren können. Tatsächlich ist Influencer-Marketing auf dem Weg zum Milliardenmarkt. 2020 werden nach einer aktuellen Prognose der Consulting- und Research-Firma Goldmedia mit Werbung in diesem Bereich 800 Millionen Euro allein in Deutschland umgesetzt. Den Großteil davon sahnen Instagram und Youtube ab. Momentan ist dieses Volumen gemessen an den gesamten Werbeausgaben von 31,9 Milliarden Euro im Jahre 2018 sicher noch gering. Interessant aber sind die Wachstumsraten, die Influencer-Werbung in den vergangenen Jahren zu verzeichnen hatte. Zwar bleibt Fernsehen weiterhin das Leitmedium der deutschen Werbetreibenden, doch gibt es in diesem Bereich keinen Zuwachs mehr. Influencer-Werbung dagegen, so Goldmedia, wird bis 2020 um jährlich 20 Prozent wachsen.

Idole und Rabatte inspirieren zum Kauf

Ob sich dieser Werbeeinsatz lohnt, lässt sich momentan schwer bewerten. Follower der Stars im Internet sind vor allem junge Leute. Youtube und Instagram sind nach einer PwC-Studie bei den 16- bis 29-Jährigen beliebt. Ab 30 lässt das Interesse an Instagram und Youtube nach. Junge Leute haben auch das größte Vertrauen zu Produktinformationen von Influencern. Was ihre Idole im Internet präsentieren, inspiriert zum Kauf. Knapp ein Drittel der Deutschen hat bereits ein Produkt aufgrund der Empfehlung eines Influencers gekauft – allerdings auch hier wieder vorrangig die 16- bis 29-Jährigen. Knapp 101 Euro gaben die Deutschen nach Angaben der PwC-Umfrage durchschnittlich für ein Produkt aus, weil Influencer dafür geworben haben. Überzeugt haben allerdings nicht nur der Influencer oder das Produkt, sondern auch die Rabatte, die in diesem Zusammenhang oftmals gewährt werden.

Mikro-Influencer als interessante Zielgruppe

Interessant als Werbeträger für Unternehmen sind nicht nur die Mega-Influencer. Nutzer mit über einer Million Followern machen nach Angaben von HubSpot, der Plattform für Inbound-Marketing, Sales, CRM und Kundenservice, beispielsweise auf Instagram nur 1,9 Prozent der gesamten Nutzerbasis aus. 47 Prozent der Instagram-Nutzer haben weniger als 1.000 Follower. Genauer anschauen sollte man sich die Mikro-Influencer, also Instagram-Nutzer mit einer Anhängerschaft zwischen 50.000-100.000. HubSpot bescheinigt ihnen eine mächtige und engagierte Gemeinschaft als Follower und geht davon aus, dass Werbung auf diesen Portalen sehr viel effektiver sein kann als bei den Promis.

Auch wenn Influencer-Marketing vielleicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung ist, zeigt dieses Instrument doch einmal mehr, wie konsequent das Internet immer neue Formen des Marketings hervorbringt.

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