Geschafft: Schnelles Breitbandnetz in Freudenberg in Betrieb

Freudenberg, 06.03.2020

Geschafft! Landrat Andreas Müller, Bürgermeisterin Nicole Reschke und Achim Loos, innogy-Kommunalbetreuer, haben jetzt Bilanz gezogen: Ende vergangenen Jahres hat Westnetz bzw. innogy Telnet in Freudenberg sein Netz im Rahmen des flächendeckenden Breitbandausbaus des Kreises Siegen-Wittgenstein vollständig in Betrieb genommen. Dafür wurde vielerorts ein neues Glasfaserkabel „bis zum Bordstein“ gelegt.

Übertragungsraten bis zu 120 Megabit pro Sekunde

Der Hausanschluss erfolgt über das bisherige Kupferkabel. Das neue Glasfasernetz bietet Übertragungsraten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde im Download und kann als schnelle Datenautobahn zum Surfen im Internet, Streamen oder auch zum Online-Spielen genutzt werden. Aber auch Schulen wie z.B. die Gesamtschule Freudenberg haben jetzt Zugang zum Highspeed-Internet – und das sogar mit Glasfaserhausanschlüssen. Diese ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit – wovon auch Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe profitieren.

Landrat: „Flächendeckender Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein nahezu abgeschlossen“

Landrat Andreas Müller freut sich sehr, dass der flächendeckende Breitbandausbau in Siegen-Wittgenstein inzwischen nahezu abgeschlossen ist: „Als wir gesagt haben, wir bringen schnelles Internet praktisch bis in jedes Haus, waren viele sehr skeptisch. Hier in Freudenberg sind wir jetzt fertig. Dafür möchte ich mich bei unserem Ausbaupartner innogy ganz herzlich bedanken!“, so Müller: „Kreisweit werden wir in Kürze eine 98-Prozent-Abdeckung erreicht haben. Am Anschluss der letzten beiden Prozent arbeiten wir ebenfalls schon. Entsprechende Förderzusagen liegen uns vor. Diese zwei Prozent werden dann sogar die allerneuste Technik erhalten – nämlich Glasfaserhausanschlüsse.“

Auch Bürgermeisterin Nicole Reschke freut sich über die Inbetriebnahme und die Leistungsfähigkeit des neuen Netzes: „Highspeed-Internet ist für unsere Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung und erhöht die Attraktivität von Freudenberg als Wohn- und Gewerbestandort nachhaltig. Heutzutage braucht man nicht nur einen guten Autobahnanschluss, den wir als Freudenberger schon lange haben – leistungsfähige Anschlüsse an die Datenautobahnen sind genauso unverzichtbar. Und die haben wir jetzt endlich bekommen!“

Durch den mit Bundes- und Landesmittel geförderten Breitbandausbau des Kreises wurden folgende Freudenberger Ortsteile an das Breitbandnetz angeschlossen: Bottenberg, Bühl, Büschergrund, Dirlenbach, Freudenberg, Hohenhain, Lindenberg, Niederheuslingen, Niederndorf, Oberfischbach, Oberheuslingen und Oberholzklau.

Für innogy bzw. Westnetz ist der Bau von Breitbandnetzen zwar Neuland, sagt Achim Loos, aber: „Unsere langjährige Erfahrung als Energieunternehmen im Ausbau der Strom- und Gasnetze setzen wir jetzt verstärkt auch beim Breitbandausbau ein und sind auch hier ein verlässlicher Partner der Kommunen. Wir freuen uns sehr, als Partner den Menschen in Freudenberg nun das schnelle Surfen im Internet ermöglichen zu können.“

3.000 Adressen und Wohneinheiten bekommen schnelles Internet

In einem ambitionierten Zeitplan hatte Westnetz, Verteilnetzbetreiber der innogy SE, die Infrastruktur für das schnelle Internet geschaffen. So wurden in Freudenberg elf Glasfaserverteilerschränke aufgestellt und 44 Multifunktionsgehäuse (MFG) an die Dateninfrastruktur des Glasfasernetzes angebunden. Zudem wurden 56 km Leerrohre verlegt sowie über 80 km Glasfaserkabel eingebracht und montiert. Für die Stadt bedeutet dieser Ausbau, dass jetzt etwa 3.000 Adressen bzw. Wohneinheiten neu und erstmals die schnelle Datenautobahn nutzen können.

Diejenigen, die bereits ein schnelles Breitbandprodukt bestellt haben, erhalten ein Begrüßungsschreiben mit der Angabe des genauen Wechseltermins. Ohne den Abschluss eines neuen Vertrages ändert sich nichts an der vorhandenen Internetgeschwindigkeit. Daher sollte jeder Bürger seinen Festnetz- und Internet-Vertrag überprüfen.

Grundsätzlich können alle Anbieter das neue Netz nutzen, sofern sie bereits einen Vertrag mit dem Netzbetreiber geschlossen haben. Welche Anbieter aktuell bereits verfügbar sind, können Privat- und Geschäftskunden unter www.siegen-wittgenstein.de/Breitbandausbau nachlesen.

Hintergrund: Multifunktionsgehäuse (MFG) sind aktive Technik-Schränke mit vielfältigen Ausbaumöglichkeiten. Sie dienen dem Abschluss von Glasfasernetzen neben den passiven Kabelverzweiger-Schränken der Telekom. Die Glasfaserkabel werden bis in das neue Multifunktionsgehäuse gelegt: Hier werden die optischen (Licht)Signale in elektrische Signale umgesetzt und dann in das Kupfernetz der Telekom eingespeist. Beim Ausbau in Freudenberg wird überwiegend das so genannte FTTC-Verfahren (engl. „fibre to the curb“ = Glasfaser bis zum Bordstein) angewendet. Zudem kommt hier das Vectoring-Verfahren zum Einsatz, das die elektromagnetischen Störungen unterdrückt, um per Kupferkabel und Telefon-Anschluss ein Highspeed-Internet zu gewährleisten. Statt FTTC wird beim FTTH-Verfahren (engl. „fibre to the home“) direkt ein Glasfaseranschluss bis ins Haus gelegt.

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