Das Internet und soziale Netzwerke für Gesundheitsfragen nutzen

Fragen Sie Ihren Arzt oder das Internet

Das Bemühen, gesund zu leben, ist heute so ausgeprägt wie nie zuvor. Zudem wächst das Angebot an Informationen rund um das Thema Gesundheit stetig. Dafür sorgen zum einen die klassischen Medien. Zum anderen ist das Internet eine Goldgrube für alle Fragen zu Krankheit und Gesundheit.

Fragen Sie Ihren Arzt oder das Internet

Wichtigste Informationsquelle in Sachen Gesundheit ist auch heute noch der Arzt. In einer von der Statista GmbH 2015 veröffentlichten Umfrage zur Nutzung des Internets als Gesundheitsmedium im Vergleich zu anderen Quellen gaben 73 Prozent der Befragten an, das Gespräch mit dem Arzt sei an Bedeutung nicht zu toppen. Allerdings folgen mit 65 Prozent gleich darauf Foren aus dem Internet. Lediglich 50 Prozent der Probanden nutzen die Apotheke, um Informationen zu erhalten.

Doch was kann das Internet, was können soziale Netzwerke bieten? Zuerst einmal die reine Information. Wer mehr über eine Krankheit wissen will, wird rasch feststellen, dass sich zu jeder Regung im Körper, zu jedem Zipperlein, aber auch zu lebensbedrohlichen Erkrankungen Hunderte verschiedene Einträge finden lassen. Neben Halbwissen selbst ernannter Experten, Tipps chinesischer Wunderheiler, Berichten über persönlichen Erlebnisse und Kurier-Ratschlägen aus Großmutters Zeiten geben Ärztevereinigungen oder Verbände grundlegende Informationen zu Symptomen oder Krankheitsverläufen. Auch zahlreiche wissenschaftliche Studien sind im Internet zu finden, meist allerdings älteren Datums. Neueste medizinische Erkenntnisse werden nur selten frei zugänglich online gestellt.

Insofern sollte man bei einer ersten Informationssuche der Quelle große Beachtung schenken. Die Gefahr, sich im Dschungel der Krankheiten zu verlieren, ist groß. Verbände und Institute geben in der Regel fundiertes Wissen weiter. Auch lassen sich Interviews mit Ärzten bequem im Internet nachlesen. Dennoch gilt weiterhin: Der Abruf von Informationen aus dem Internet kann niemals die Konsultation eines Arztes ersetzen.

Von Patientenforen bis zur Onlinesprechstunde

Neben der reinen Information bietet das Internet die Möglichkeit, sich in Foren einzubringen. Es gibt inzwischen zu jeder noch so ausgefallenen Krankheit Gruppen, in denen sich Menschen im Internet – etwa bei Facebook oder in anderen sozialen Netzen – finden, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Künftig dürfen Patienten sogar ausschließlich über elektronische Kommunikationsmedien wie Skype behandelt werden. Der Deutsche Ärztetag hat sich Mitte Mai dafür ausgesprochen, reine Onlinesprechstunden zuzulassen. Arzt und Patient müssen sich nicht mehr bei einem Erstkontakt persönlich begegnen.

Selbstoptimierung via Fitnesstracker und Schlafüberwacher

Schließlich bietet das Internet sowohl zu Hause als auch unterwegs jede Menge Möglichkeiten, seinem Körper etwas Gutes zu tun. Fitnesstracker, die beispielsweise die tägliche Schrittzahl zählen, das Tempo beim Joggen vorgeben oder die Steigungen beim Radfahren registrieren, sind ein sehr beliebtes Mittel der Selbstoptimierung. Auch die Teilnahme an verschiedenen Kursen lässt sich über Apps und Plattformen organisieren. Fitness-, Tanz- oder Yoga-Trainer geben nicht nur Tipps im Internet – sie bieten ganze Trainingseinheiten, die man vor dem Bildschirm absolvieren kann.

Insofern sind das Internet und die sozialen Medien heute nicht nur gute Gesundheitsratgeber – die digitale Welt kann helfen, selbst ein gesundes Leben zu führen.

weiterempfehlen

Weitere Artikel

Podcasts – ein hörbarer Erfolg

Wie man früh beim Verlassen des Hauses die Schuhe anzieht, den Rucksack ...

Reddit – Das Forum der Foren

Das Forum nennt sich selbstbewusst “Die Titelseite des Internets”. Das ist ...

Bad Münster am Stein auf der Überholspur

• Highspeed-Internet mit bis zu 120 Megabit pro Sekunde • Ab Ende März 2019 ...