Der Nutzen von VR-Brillen

Mutter und Tochter mit VR-Brillen auf dem Bett sitzend

Viele Eltern sind genervt, wenn die Kids den Wohnzimmerfernseher für ihre Videospiele okkupieren. Es ist nämlich so, dass der Nachwuchs lieber einen großen Bildschirm als kleine Geräte, wie Tablets oder Smartphones, für Ihre Ausflüge in die virtuellen Welten nutzt.

Von Science Fiction zur Realität

Damit im Wohnzimmer wieder Ruhe einkehrt, ist jedoch kein zweiter Fernseher im Kinderzimmer nötig. Eine VR-Brille kann hier die richtige Lösung sein. Ein solches Gerät ersetzt nicht nur den Bildschirm – es führt in eine völlig neue Welt: die virtuelle Realität.

So wird eine 3D-Umgebung kreiert, die ein weites Sichtfeld bietet und damit das Gefühl erzeugt, sich mitten im Geschehen zu befinden.

Die virtuelle Realität fasziniert die Menschen schon seit langer Zeit. Spätestens nach der Kultserie Raumschiff Enterprise, in der auf dem Holodeck die Illusion von Stränden und Palmen geschaffen werden konnte, träumen Alt und Jung davon, sich an andere Orte zu beamen, zumindest virtuell.

Inzwischen gibt es in den USA, Großbritannien, Frankreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kanada die ersten virtuellen Freizeitparks, in denen man – mit der VR-Brille auf der Nase, den Helm auf dem Kopf und die Schutzweste am Körper – Abenteuer im Urwald erleben oder gegen Monster kämpfen kann. Für die entsprechende Bodenbeschaffenheit, für Geräusche und Gerüche sorgen die Veranstalter.

Ein Erlebnis für alle

Aber nicht nur für die Spiele-Community sind VR-Brillen ein Quantensprung. Liebhabern von Naturfilmen beispielsweise eröffnet sich mit der dreidimensionalen Darstellung die Möglichkeit, Wälder, Ozeane und Tiere zum Greifen nah zu erleben. Außerdem ist es mit VR-Brillen möglich, virtuelle Zeitreisen zu erleben und beispielsweise im Jahre 79 n. Chr. auf dem Marktplatz von Pompeji zu stehen.

Auch im Business kommen VR-Brillen zunehmend zum Einsatz. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich wird das System häufig zur Ausbildung genutzt, z. B. für Piloten oder Mechaniker. Auch Ärzte setzen sie schon ein: Zur therapeutischen Behandlung von Phobien oder posttraumatischen Belastungsstörungen.

Auch wenn es um eine neue Wohnung oder um das Hotel im nächsten Urlaub geht – dank VR-Brillen können sich Kunden in den verschiedenen Branchen schon heute ausführlich über Produkte oder Dienstleistungen informieren. Unternehmen entwickeln mehr und mehr Angebote. Der Anwendung der Brille sind kaum Grenzen gesetzt.

Absatz steigt rasant

Weltweit wurden im vergangenen Jahr 9,6 Millionen VR-Brillen verkauft. 2020, so veröffentlicht das Portal Statista, rechnet man mit dem Absatz von 68,9 Millionen Brillen. Nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) besitzen sechs Prozent der Deutschen bereits ein solches Gerät, 13 Prozent haben eine VR-Brille schon einmal ausprobiert und 26 Prozent können sich vorstellen, eine solche Brille zu besitzen. Im vergangenen Jahr wurden 330 Millionen Euro mit VR-Brillen (Hardware und Inhalte) umgesetzt. 2020 werden es bereits über eine Milliarde Euro sein. Experten gehen davon aus, dass VR-Brillen einen ähnlichen Siegeszug antreten wie das Smartphone. Von Facebook bis Sony haben inzwischen mehrere Firmen ausgereifte Hardware für Virtual Reality im Angebot.

weiterempfehlen

Weitere Artikel

innogy informiert über schnelles Internet in Heckenmünster und Dodenburg

• Flächendeckender Breitbandausbau im Auftrag des Landkreises ...

So erhöhen Sie Ihre Privatsphäre in sozialen Netzwerken

Private Medien und Privatsphäre schließen eigentlich einander aus. Wer bei ...

innogy_Bürgerinfo_Wörrstadt

Wörrstadt rückt dem schnellen Internet näher

• Highspeed-Internet mit 120 Megabit pro Sekunde • ...