Der Flohmarkt in der Tasche

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Ein Laser-Drucker, ein DVD-Player, ein Kleid mit V-Ausschnitt, ein Gutschein für Pilates, ein Hamster, ein Haus und ein Reisebett – schon auf der ersten Seite von quoka, einem der größten Internetportale für Kleinanzeigen in Deutschland, wird man vom Angebot erschlagen. Sechs Millionen Kleinanzeigen von gewerblichen und privaten Anbietern ermöglichen dem Besucher, hier deutschlandweit oder auch regional auf Schnäppchenjagd zu gehen.

Der Zugriff auf die begehrte Ware ist ein Kinderspiel. Die Telefonnummer wird neben der Anzeige angezeigt, die E-Mail kann per Formular verschickt werden. Egal, ob es sich um eine bemalte Tasse für 99 Cent handelt oder um ein Haus in Hockenheim-Stadtmitte für 395.000 Euro – das Geschäft läuft, wenn es die Partner wollen, persönlich. Keine Zwischenhändler, keine Versanddienste. Ebenso wird der Verkauf abgewickelt: Eine kostenlose Registrierung, eine Beschreibung der zu verkaufenden Gegenstände im vorgegebenen Formular, Foto hochladen, Preisvorstellungen angeben, und schon erscheint die Kleinanzeige im Portal.

Alle tun es

Kleinanzeigenportale gibt es heute wie Sand am Meer. Sie sind nicht einfach ein Ersatz für die früheren Zeitungsseiten mit den Klein-Inseraten. Kaufen und Verkaufen ist über die Online-Plattformen so einfach geworden, dass Millionen Menschen zu Händlern wurden und somit eine ganz neue Lebenskultur entstand. Was früher auf dem Sperrmüll landete, weil der Aufwand viel zu groß war, Käufer zu finden, wird heute im Internet vertickt. Wer sich früher nicht wagte, die Baby-Erstausstattung im Second-Hand-Shop zu erstehen, tut dies heute voller Stolz, denn: Alle tun es.

Im Ranking der größten Portale für Kleinanzeigen liegt Ebay Kleinanzeigen mit mehr als 180 Millionen Besuchern pro Monat nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V., IVW, auf Platz 1, im Gesamtranking deutscher Online-Portale immerhin gleichauf mit Spiegel online auf Platz vier. Die Zahl der Nutzer kann ein erstes Kriterium bei der Auswahl der Plattform sein, nach dem Motto: Viele Nutzer, viele Angebote, viele potenzielle Kunden. Allerdings sind auch kleinere oder spezialisierte Portale zu empfehlen wie Mamikreisel für Kindersachen oder Kleiderkreisel für Bekleidung allgemein. Shpock ist ein online-Shop mit vier Millionen Nutzern, der mit der „Flohmarkt-App für schöne Dinge“ wirbt und sehr viel frischer daherkommt als die Großen.

In ihrer Anwenderfreundlichkeit unterscheiden sich die Plattformen kaum voneinander. Alle bieten Apps für iPhones und Android-Smartphones, um den Shop immer und überall in der Tasche zu haben. Alle haben die gängigen Bezahlsysteme im Angebot: Paypal, Online-Banking mit Sofortüberweisung, Kreditkarte oder Banküberweisung.

Lesen vor dem Handeln

Alle bieten zuerst einmal eine kostenlose Teilnahme am Handel. Allerdings empfiehlt es sich, die Bedingungen vorab gut durchzulesen. Kleiderkreisel beispielsweise berechnet dem Käufer bei der Nutzung der gesicherten Zahlungsarten wie Sofort-Überweisung, Kreditkarten- oder PayPal-Zahlungen über den Kaufen-Button eine Service-Gebühr in Höhe von einmalig 0,70 Euro plus vier Prozent des Verkaufspreises der Transaktion. Einige Anbieter begrenzen die Zahl der Anzeigen, die eine Person veröffentlichen darf. Wer mehr will, muss mehr zahlen.

Nun könnte man meinen, Fallstricke lauern überall. Falsch. Einkaufen auf den Online-Flohmärkten dieser Welt ist sicher. Sie können getrost von Angebot zu Angebot schlendern. Geben Sie Gebote ab und feilschen Sie mit dem Verkäufer um den Preis, als stünden Sie direkt vor seinem Stand. Oder wechseln Sie die Perspektive und genießen Sie den Tag als Verkäufer hinter dem Tresen. Über Gebühren, Begrenzungen, Pflichten als Verkäufer bezüglich Gewährleistungsfragen und Garantien sowie die Geschäftsbedingungen der Portal-Betreiber sollten Sie sich allerdings gut informieren, bevor Sie sich ins Getümmel stürzen.

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