Darum ist eine gute Firewall fürs Surfen so wichtig

In diesem Jahr feiert das World Wide Web sein 30-jähriges Jubiläum. Nutzten 1989 nur wenige Enthusiasten diese revolutionäre Erfindung, so sind heute vier Milliarden Menschen online, die Hälfte der Weltbevölkerung. Firewalls sind – wie der Name schon sagt – Brandmauern zwischen Ihrem Computer beziehungsweise Ihrem Netzwerk und dem Rest der digitalen Welt. Firewalls verhindern, dass, etwas übertrieben gesagt, vier Milliarden Menschen ungefragt Zugriff auf Ihren Computer erhalten und dass Ihre Daten ungefragt auf den Computern von vier Milliarden Menschen landen. Eine Firewall bietet in Verbindung mit einem Antiviren-Programm einen optimalen Schutz vor Angriffen aus dem Netz. Sie kontrolliert die Zugriffe auf das Internet, sichert den Datenverkehr bei ein- und ausgehenden Verbindungen, kontrolliert die Anwendungen und alarmiert über verdächtige Aktivitäten.

Zahlreiche Varianten der Cyberkriminalität

Tatsächlich ist natürlich nicht jeder Nutzer des Internet an Ihren Daten interessiert. Doch wenige schwarze Schafe reichen aus, um eine Menge Probleme zu verursachen. Straftaten, die sich gegen Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten (Cybercrime im engeren Sinne) oder die mittels Informationstechnik begangen werden, nehmen rapide zu. Immer mehr Programme, Viren und Trojaner werden in die unendlichen Weiten des Netzes geschickt, um zu spionieren, zu manipulieren, zu stehlen und zu zerstören.

2017 verzeichnete das Bundeskriminalamt

  • 85.960 Fälle von Cyberkriminalität im engeren Sinne;
  • 251.617 Fälle, die etwas mit dem Internet zu tun hatten;
  • 1.425 Fälle von Phishing im Onlinebanking mit einem Schaden von durchschnittlich 4.000 Euro pro Fall;
  • einen Schaden von 71,4 Millionen Euro durch Computerbetrug;
  • eine Zunahme der mobilen Malware von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das sind allein die Zahlen, die auf polizeilichen Ermittlungen beruhen. Längst nicht jeder Geschädigte erkennt einen Angriff oder meldet ihn.

Auf die Firewall hören

Dank der Firewall, die von den Herstellern heute auf nahezu allen Computern vorinstalliert ist, bekommen Sie beim Surfen im Internet von all den Angriffen auf Ihr Netzwerk oder Ihren Computer nichts mit. Die Firewall wehrt die Versuche automatisch ab. In manchen Fällen informiert Sie das Sicherheitssystem Ihres Computers, dass ein User versucht hat, ihren Computer zu erreichen. Sie blockiert den unerlaubten Versuch eines Zugriffs sofort und informiert den User über die IP-Adresse des Computers. Einige Firewall-Programme erkennen sogar den groben Standort des Angreifers. Beim Herunterladen von neuer Software werden Sie gefragt, ob Sie sicher sind, dass dieses oder jenes Programm aus einer Quelle stammt, der Sie vertrauen. Und auch Ihren E-Mail-Verkehr hat die Firewall im Blick. Sie wurden beim Eingang einer E-Mail gewarnt, dass es sich hier um eine Adresse handelt, die nicht nachverfolgt werden kann. Beim Herunterladen von Anhängen warnt die Firewall, wenn sie verdächtige Dokumente vermutet. Auch wenn Firewalls in den meisten Security Suiten von Computer-Hersteller bereits integriert sind und automatisch aktualisiert werden – Sie sollten sicher gehen, dass sie tatsächlich den optimalen Schutz bietet. Reagieren Sie auf alle Angebote zu Aktualisierungen, die Ihnen Ihr Sicherheitssystem unterbreitet, und bleiben Sie außerdem mit Ihren Programmen auf dem neuesten Stand.

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