Dank Kurznachrichtendiensten in Kontakt bleiben

Dank Kurznachrichtendiensten in Kontakt bleiben

Kein leeres Versprechen

Wie schnell ist es am Ende eines Urlaubes zu den neuen Reisebekanntschaften dahingesagt: „Wir bleiben in Kontakt.“ Und wie schnell ist es im Alltag vergessen. Mit den fantastischen Möglichkeiten, die das mobile Internet zur Kommunikation rund um die Welt heute inzwischen zu bieten hat, bleibt man allerdings wirklich in Kontakt, und zwar ohne großen Aufwand.

Viber, Skype, WhatsApp, Threema & Co sind Plattformen, um mit Freunden zu kommunizieren; Kurznachrichtendienste also, mit denen jeder mit jedem ständig in Verbindung bleiben kann. Sie werden auch als Messenger bezeichnet, was nichts anderes heißt als Bote oder Überbringer. Man braucht dazu ein internetfähiges Mobiltelefon und einen entsprechenden Tarif.

Das Medium hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung erfahren. Gestartet ist diese Kommunikationsmöglichkeit als SMS, der Short Message Service, die nur Texte versenden konnte. Es folgte die MMS, der Multimedia Messaging Service – eine Revolution, denn nun war es auch möglich, Fotos über das Mobiltelefon an Freunde zu schicken. Heute werden riesige Datenmengen, Fotos wie Filme, über die Kurznachrichtendienste verschickt. Und – das war die nächste Revolution: Gruppen können sich ganz einfach zur Kommunikation zusammenschließen. Will man mit den Bekannten reden, die man in Vietnam getroffen hat, gründet man die Vietnam-Gruppe. Die Freunde, die man in Südafrika kennenlernte, schicken sich Nahrichten in der Südafrika-Gruppe. Keiner bleibt ausgeschlossen. Telefonieren kann man über die Kurznachrichtendienste übrigens auch –natürlich kostenlos. Als Voraussetzung muss man die entsprechende App, also die Anwendungssoftware aus dem AppStore, herunterladen. Die Anwendung ist so kinderleicht, dass nicht nur Kinder sie beherrschen, sondern zunehmend auch Senioren zu den Nutzern gehören.

Geringe Unterschiede zwischen den Anbietern

Nicht jede App ist kostenfrei. Es gibt Massenger, die über eine Milliarde Menschen auf ihren Smartphones installiert haben und Anbieter mit nur wenigen Millionen Nutzern. Auch wird der Umgang mit den Daten unterschiedlich gehandhabt. Letztlich aber sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Diensten für den Anwender marginal. Hier einige Beispiele: WhatsApp ist mit über einer Milliarde Nutzer der am weitesten verbreitete Dienst. Das hat seinen Grund, denn WhatsApp bietet nicht nur den Standard wie Multimedia-Versand und Gruppenchats, sondern auch eine besonders einfache Handhabung. Als Facebook den Massenger vor einigen Monaten kaufte, kamen Datenschutzbedenken auf. Der gefürchtete Austausch von zusätzlichen Daten mit Facebook oder die Einführung von Werbung hat bisher allerdings nicht stattgefunden. Inzwischen bietet WhatsApp übrigens auch eine End-zu-End-Verschlüsselung an, also eine sichere Datenübertragung.

Viber ist ebenfalls ein kostenloser Messenger, mit dem man mit Freunden und Verwandten, die die App auf ihren Smartphones installiert haben, auf der ganzen Welt online in Verbindung bleiben kann. Auch internationale Telefonanrufe sind kostenlos. Egal, ob es sich um einen schnellen Sprachanruf oder einen ausgedehnten Videochat handelt. Das Statistikportal statista gibt die Zahl der Viber-Nutzer im Dezember 2016 mit 858 Millionen an.

Der Pionier ist abgehängt

Skype ist ein Pionier der Videotelefonie. Als von anderen Messengern noch keine Rede war, konnte man über Skype bereits kostenlos und weltweit mit Bild telefonieren. Skype kann alles, was andere Dienste auch können: Gruppenchats, Video- und Telefonkonferenzen. Seine ehemalige Spitzenposition am PC oder auf dem Mac hat Skype aber abtreten müssen, als die Smartphones die Welt eroberten.

Der Schweizer Messenger Threema macht momentan von sich Reden, da ihn die Entwickler als besonders sicher präsentieren. Die kostenpflichtige App hinterlasse keine Datenspuren im Netz. Kontakte und Gruppen würden direkt auf den Telefonen der Nutzer statt auf Servern verwaltet, erklärt das Unternehmen. Nachrichten und Fotos würden sofort nach der Zustellung gelöscht.

Wer welche Plattform nutzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die einen achten mehr auf die Sicherheit, die anderen mehr darauf, wo die Freunde aktiv sind. Egal, wofür man sich entscheidet – „Wir bleiben in Kontakt“ ist heute kein leeres Versprechen mehr.

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